Bei der 33. ADAC „LADERMANUFAKTUR“ Rallye Ostwestfalen hat sich Dennis Rostek gemeinsam mit Beifahrer Tobias Braun im Skoda Fabia RS Rally2 zum dritten Mal in Folge den Gesamtsieg gesichert. Organisiert von den vier ADAC-Ortsclubs aus Oelde, Gütersloh, Mastholte und Rheda-Wiedenbrück, überzeugte die Rallye am vergangenen Wochenende mit einem international besetzten Starterfeld und einem reibungslosen Ablauf.
68 Teams am Start, Rallye-Zentrum in Rietberg
Zum Start in der Bestzeitwertung R70 traten 68 Teams an, weitere 34 Starter gingen bei der 5. ADAC Retro Rallye Ostwestfalen an den Start, deren Wertungsprüfungen auf Sollzeit statt auf Bestzeit gefahren wurden. Als Rallye-Zentrum diente erneut das großzügige Gelände der Anton Röhr Logistik in Rietberg. Bereits am Freitagabend absolvierte ein Großteil der Teams die freiwillige Dokumenten- und technische Abnahme, trotz einsetzendem Regen. Alle regulären Abnahmen und die Besichtigung der Wertungsprüfungen fanden dann früh am Samstagmorgen statt.
Marijan Griebel als prominenter Vorauswagen
Der offizielle Start erfolgte pünktlich um 11:31 Uhr am Rallye-Zentrum bei idealen Wetterbedingungen. Für eine besondere Überraschung sorgte der Vorauswagen: Der fünffache Deutsche Meister Marijan Griebel brachte gemeinsam mit Co-Pilotin Ella Kremer einen Skoda Fabia RS Rally2 an den Start.
Drei Wertungsprüfungen, jeweils zweimal befahren
Die erste Wertungsprüfung nahe des Headquarters richtete der MSC Mastholte e.V. im ADAC als 15,86 Kilometer langen Rundkurs aus. Über Wadersloh nach Beckum-Vellern ging es anschließend zur WP2, einer neuen, sehr selektiven 11,64 Kilometer langen Sprintprüfung über Münsterländer Wirtschaftswege unter Federführung des AC Oelde e.V. im ADAC. Die dritte Wertungsprüfung gestaltete der MSC Wiedenbrück e.V. im ADAC als 7,52 Kilometer langen Rundkurs nordöstlich von Herzebrock-Clarholz. Nach der ersten Runde kehrten die Teams zur Pause ins Rallye-Zentrum zurück, ehe alle drei Prüfungen ein zweites Mal gefahren wurden.
Rostek/Braun souverän vor niederländischem Duo
Mit fünf von sechs Gesamtbestzeiten zeigte das Team Rostek/Braun eine souveräne Vorstellung und sicherte sich den dritten Gesamtsieg bei der Rallye Ostwestfalen in Folge. Nur das niederländische Team Jeroen Klein Kromhof und Melinn Haverkate holte sich auf WP4 eine Gesamtbestzeit und komplettierte im Skoda Fabia RS Rally2 den zweiten Platz. Den dritten Podiumsplatz belegte dessen Bruder Ceril Klein Kromhof mit Co-Pilot Marcel Hanstede im Toyota GR Yaris Rally2. Der Gütersloher Walter Gromöller und sein Co-Pilot René Meier brachten den frisch reparierten Opel Ascona 400 zwar an den Start, mussten das Fahrzeug jedoch schon auf der ersten Wertungsprüfung mit technischen Problemen abstellen – sehr zum Bedauern der zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer, die das Team stets begeistert anfeuern.
Retro-Wertung: Kirschbaum/Elges knapp vor den Vorjahressiegern
Bei der 5. ADAC LADERMANUFAKTUR Retro Rallye Ostwestfalen gingen erneut 34 Teams an den Start. Die Vorjahressieger Christian und Sandra Rösemeier im VW Golf 1 GTI wollten ihren Erfolg wiederholen und steigerten sich von 0,72 auf 0,54 Minuten Abweichung – das reichte am Ende jedoch nicht. Das Team Hans-Jürgen Kirschbaum und Erik Elges absolvierte die sechs Wertungsprüfungen mit nur 0,36 Minuten Abweichung und sicherte sich damit den Sieg in der Retro-Wertung 2026. Dritte wurden Dr. Peter J. Rogalski und Jürgen Bursian vom MSC Gütersloh. Der MSC Gütersloh sicherte sich in der Retro-Wertung zudem den Mannschaftssieg in der Besetzung Andreas Lutz, Sven Schaller, Christopher Smith, Eric Mertens, Richard Smith und Finn Göbel.
Rund 280 ehrenamtliche Helfer im Einsatz
Das Resümee der 33. Auflage fällt durchweg positiv aus: Die effiziente Zusammenarbeit der vier ADAC-Ortsclubs hat maßgeblich zum erfolgreichen Verlauf beigetragen, es kam lediglich zu geringfügigen Unfällen und geringem Sachschaden. Für das internationale Flair sorgten unter anderem zahlreiche niederländische Teams sowie das Schweizer Team Mathias Schläppi und Dominique Juple im Peugeot 208 R2, das die weiteste Anreise hatte. Sogar ein kanadischer Rucksacktourist verfolgte die Rallye während seiner Europareise als Zuschauer auf WP3 und WP6.
Der Vorsitzende des MSC Gütersloh, Gerd Sonntag, dankte vor allem den rund 200 ehrenamtlichen Helfern an den Strecken sowie etwa 80 weiteren Helfern in Organisation, Dokumenten- und technischer Abnahme, im Rallyezentrum, Servicepark und Catering. Ohne dieses Engagement wäre eine so professionelle Durchführung der Großveranstaltung nicht möglich gewesen. Sonntag bedankte sich zudem im Namen der Veranstaltergemeinschaft bei Sponsoren, Behörden und Sportverbänden und kündigte für 2027 bereits die 34. Auflage der Rallye Ostwestfalen an.
Veranstaltergemeinschaft der Rallye Ostwestfalen: MSC Gütersloh e.V. im ADAC, MSC Mastholte e.V. im ADAC und MSC Wiedenbrück e.V. im ADAC (alle ADAC Ostwestfalen-Lippe) sowie der AC Oelde e.V. im ADAC (ADAC Westfalen). Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es auf der offiziellen Webseite der Rallye Ostwestfalen. Einen Rückblick auf frühere Auflagen der Rallye in der Region gibt es im trend-lokal.de-Archiv zu Rietberg.
Fotos: Wolfgang Pestel





