Fotografin Switlana Khoda vor den Plakaten zur Fotoausstellung Kreuzweg der Ukraine in Rheda

Die Fotoausstellung „Der Kreuzweg der Ukraine“ ist vom 20. bis 28. November in der Evangelischen Stadtkirche Rheda am Rathausplatz zu sehen. Die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde Rheda-Wiedenbrück lädt dazu ein, der Eintritt ist frei. Gezeigt werden 14 Fotografien der ukrainischen Fotografin Switlana Khoda aus Krywyj Rih, die den Krieg und seine Auswirkungen auf die Menschen in der Ukraine dokumentieren.

Alle Termine der Ausstellung finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender: Fotoausstellung „Der Kreuzweg der Ukraine“.

Der Kreuzweg der Ukraine: 14 Fotografien, 14 Stationen

Die Fotografien sind den 14 Stationen des traditionellen Kreuzweges zugeordnet. Die Ausstellung stellt damit eine Verbindung zwischen dem Leidensweg Jesu Christi und der aktuellen Situation der Ukraine her. Sie zeigt Zerstörung und Verlust, aber auch menschliche Nähe, Hilfsbereitschaft und die Hoffnung auf Frieden.

Eine beschossene Kirche, Gräber, Mütter und Kinder, Helfende und die Spuren der Zerstörung geben Einblicke in unterschiedliche Facetten des Kriegsgeschehens. Die Bilder erzählen von Menschen, die Krieg und Gewalt unmittelbar erleben und dennoch versuchen, ihren Alltag und ihre Hoffnung auf eine friedliche Zukunft zu bewahren. Die letzte Station bildet ein Gebet für den Frieden.

Fotografin Switlana Khoda in der Evangelischen Stadtkirche Rheda – Fotoausstellung Kreuzweg der Ukraine
Die ukrainische Fotografin Switlana Khoda. Foto: Switlana Khoda

Hintergrund: Was ein Kreuzweg bedeutet

Der Kreuzweg ist eine alte christliche Tradition. Er erinnert an den Weg Jesu von der Verurteilung bis zur Grablegung, der in 14 Stationen gegliedert ist. In vielen Kirchen gibt es entsprechende Bilder oder Reliefs, vor denen Gläubige innehalten und beten. Die Ausstellung greift dieses Ordnungsprinzip auf und überträgt es auf den Weg, den die Menschen in der Ukraine seit Beginn des Krieges gehen müssen.

Für die Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Wer die Stadtkirche betritt, kann die Stationen nacheinander abschreiten und sich bei jedem Bild Zeit nehmen. Die Kirche als stiller Ort eignet sich dafür besonders, weil sie Raum für Nachdenken, Gebet und Gespräch bietet. Wer mag, kann die Ausstellung mehrfach besuchen, denn sie ist an neun Tagen und an allen Wochentagen geöffnet.

Mehr als eine künstlerische Ausstellung

„Der Kreuzweg der Ukraine“ versteht sich nicht allein als künstlerische Ausstellung. Die Fotografien sind zugleich dokumentarische Zeugnisse eines Krieges, der seit Jahren das Leben von Millionen Menschen prägt. Mit der Ausstellung und den begleitenden Veranstaltungen möchte die Evangelische Versöhnungs-Kirchengemeinde den Blick auf die Situation der Menschen in der Ukraine richten und zugleich ein Zeichen für Frieden und Solidarität setzen.

Die Fotografin Switlana Khoda wird bei der Eröffnung anwesend sein. Sie stammt aus Krywyj Rih und hat die Motive der Ausstellung selbst fotografiert. Dass ihre Arbeiten nun in einer Kirche in Rheda zu sehen sind, macht die Verbindung zwischen der Ukraine und der Region sichtbar.

Eröffnung mit dem Streichtrio ZLATA AURELIA

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 20. November, um 18 Uhr. Das ukrainische Streichtrio ZLATA AURELIA gestaltet die Eröffnungsfeier musikalisch. Die drei Musikerinnen präsentieren klassische und moderne Werke. Die Besucher können dabei auch mit der anwesenden Fotografin ins Gespräch kommen.

„Singen für den Frieden“ am 21. November

Am Samstag, 21. November, um 17 Uhr steht die Musik erneut im Mittelpunkt. Unter dem Titel „Singen für den Frieden“ laden zwei ukrainische Chöre zum gemeinsamen Singen und Zuhören ein: der Chor des Ukrainischen Kulturforums Gütersloh und der ukrainische Chor „Malva“ der Conrad-Hansen-Musikschule Lippstadt. Mit ihren Stimmen setzen sie ein musikalisches Zeichen für Frieden und Verbundenheit.

Öffnungszeiten der Ausstellung in der Stadtkirche Rheda

Die Ausstellung ist vom 20. bis 28. November zu folgenden Zeiten geöffnet:

  • Mittwochs und samstags: 10–12 Uhr im Rahmen der „offenen Kirche“
  • Sonntags: 15–17 Uhr
  • Montags bis freitags: 17–19 Uhr

Ort ist die Evangelische Stadtkirche Rheda, Rathausplatz, 33378 Rheda-Wiedenbrück. Der Eintritt ist frei; die Kirchengemeinde freut sich über viele Besucherinnen und Besucher, die sich Zeit für die Bilder und die Geschichten dahinter nehmen. Weitere Informationen zur Stadt und zu Kulturangeboten finden Sie auf der Website der Stadt Rheda-Wiedenbrück.

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