Das Kulturgut Haus Nottbeck in Oelde-Stromberg hat sein Programm bis Ende 2026 vorgestellt. Das Museum für Westfälische Literatur setzt im Herbst und Winter auf Lesungen, Konzerte, Vorträge und zwei Ausstellungen. Besondere Akzente setzen die Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch, der ARD-Journalist Markus Preiß und die neue Ausstellung „Westfalengrau. Melancholie und Literatur“.
Alle Termine finden Sie auch in unserem Veranstaltungskalender, zum Beispiel Luise F. Pusch: Gegen das Schweigen, Markus Preiß: Aus dem Maschinenraum der Politik und Ausstellung „Westfalengrau“.
Luise F. Pusch liest am 16. Oktober im Kulturgut Haus Nottbeck
Am Freitag, 16. Oktober 2026, um 19:30 Uhr ist die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch zu Gast. Sie wurde 1944 geboren und wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Ostwestfalen auf. Ab 1963 studierte sie Englisch, Latein und Allgemeine Sprachwissenschaften in Hamburg. Als lesbische Frau machte sie in einer homofeindlichen Gesellschaft viele einschneidende und gewaltvolle Erfahrungen, zugleich machte sie erfolgreich Karriere in der Wissenschaft. 2025 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Im Kulturgut Haus Nottbeck stellt sie die Neuausgabe ihrer Autobiografie „Gegen das Schweigen. Meine etwas andere Kindheit und Jugend“ vor und spricht über ihr Leben. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Aviva Verlag (Berlin) und der Buchhandlung Bergmann (Rietberg) statt. Karten gibt es im Vorverkauf für 13 Euro (ermäßigt 11 Euro), an der Abendkasse für 15 Euro (ermäßigt 13 Euro).

Markus Preiß: Einblicke in den „Maschinenraum der Politik“
Am Dienstag, 8. Dezember 2026, um 19 Uhr gewährt Markus Preiß, Journalist und Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, im Kulturgut Haus Nottbeck Einblicke in den politischen Betrieb. Wie funktioniert Politik hinter den Kulissen, wenn die Kameras ausgeschaltet sind? Und wo steht das Land in Zeiten globaler Umbrüche?
Ausgehend von seinen Erfahrungen als Europa-Korrespondent in Brüssel liefert Preiß einen Sachbericht zur aktuellen politischen Lage, beleuchtet Zukunftsfragen, ordnet komplexe Hintergründe ein und erklärt, wie Entscheidungen auf nationaler und europäischer Ebene zustande kommen. Veranstalter ist der Verein der Freunde und Förderer des Hauses Nottbeck. Der Vorverkauf kostet 12 Euro (ermäßigt 10 Euro), an der Abendkasse 14 Euro (ermäßigt 12 Euro).
Westfalengrau: Ausstellung über Melancholie und Literatur ab 12. Dezember
Am Samstag, 12. Dezember 2026, um 18 Uhr wird die Ausstellung „Westfalengrau. Melancholie und Literatur“ eröffnet, sie ist bis Sonntag, 14. Februar 2027, zu sehen. Sie fragt, wie westfälische Autorinnen und Autoren Melancholie wahrgenommen und ausgedrückt haben: Gibt es eine „westfälische“ Färbung der Melancholie, eine besondere Form der Krise oder ein typisches Inventar melancholischer Zeichen? Und gibt es einen Ausweg aus dem Rückzug?
Zur Eröffnung gibt es einen Kuratorenrundgang mit Julius Noack, Moderation: Steffan Höppner. Um 19:30 Uhr liest Michael Roes aus seinem Buch „Melancholie des Reisens“, danach folgt eine Diskussion. Roes wurde 1960 in Rhede geboren, lebt als Autor und Filmemacher in Berlin und ist Mitglied im PEN-Zentrum Deutschland sowie Preisträger des Annette-von-Droste-Hülshoff-Preises. Mehr zur Eröffnung mit Lesung von Michael Roes finden Sie im Kalender, der Eintritt ist frei.
Weitere Termine im Kulturgut Haus Nottbeck bis Jahresende
Neben den Highlights stehen weitere Veranstaltungen auf dem Programm:
- bis 15. November: Ausstellung „Echt jetzt?!?“ mit poetischen Installationen von Jutta und Jan-Christoph Tonigs, Führung am 17. Oktober um 15 Uhr
- 3. Oktober bis 7. März 2027: Außenausstellung „Heinrich Schürmann: Min Platt“, dazu am 25. Oktober um 11 Uhr „Lautbilder und Miniaturen“
- 31. Oktober, 17 Uhr: Bigband-Jazz mit UniJAZZity
- 26. November, 19:30 Uhr: „Der Kalender der Flüche“ mit Kristine Listau und Jörg Sundermeier
- 18. Dezember, 19 Uhr: Brauseboys mit „Auf Nimmerwiedersehen 2026“
- Vorschau: 21. Januar 2027, 19:30 Uhr, Marion Poschmann mit „Flussfragmente“
Karten und Öffnungszeiten im Kulturgut Haus Nottbeck
Karten gibt es bei Reservix, über die Ticket-Hotline (0180-700733), bei Die Glocke – Kartenservice (02522-73300), im Forum Oelde (02522-72800) und im Kulturgut Haus Nottbeck (02529-9497900). Das Museum in der Landrat-Predeick-Allee 1 in Oelde-Stromberg ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie samstags, sonntags und an Feiertagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet, das Kultur-Café samstags, sonntags und an Feiertagen von 12 bis 18 Uhr. Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kulturguts Haus Nottbeck.
