Neujahrsempfang der Gemeinde Langenberg

Die Gemeinde Langenberg lud wieder einmal zum traditionellen Neujahrsempfang ein. Im Feierraum der Mehrzweckhalle trafen sich zum Jahresanfang wieder die Vertreter der örtlichen Vereine und der Politik. Das Rahmenprogramm gestaltete der Jugendchor "Voices of Spirit" unter der Leitung von Roland Orthaus. Die Solisten waren Franziska Busche,Katharine Großeaschhoff und Alina Lücke. 

 Nachfolgend lesen Sie hier die Neujahrsansprache von Susanne Mittag. (Weiter"klicken)

Meine Damen und Herren –  

 

„Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun“ – was könnte uns besser die Tragweite des aktuellen Weltgeschehens vor Augen führen, als diese Aussage (von jmd. der durch sein Handeln ganz wesentlich das Weltgeschehen beeinflusst hat – Mahatma Gandhi). 

Sowohl die Entscheidungen des amerikanischen Präsidenten oder die der Briten zum Austritt aus der EU als auch die mahnenden Forderungen der Friday for Future Bewegung nach mehr Klimaschutz - hier und heute und nicht erst morgen - zeigen, wie sehr die zukünftige weltweite Entwicklung von den heutigen Entscheidungen abhängen. 

Das gleiche gilt für die Kommunalpolitik. Auch hier gestalten wir die Zukunft unserer Kommune durch die Entscheidungen, die wir Jahr für Jahr treffen. 

Diese Möglichkeit zu Gestalten ist für die meisten von uns der Grund, warum wir uns kommunal engagieren – das zeigt aber auch die Verantwortung die wir hier vor Ort haben. 

Einfach ist das nicht – denn es gibt Entscheidungen da können wir die Auswirkungen ganz genau berechnen, bei anderen nur ahnen. 

Manche Entscheidungen erfordern ein Abwägen, denn Sie stehen im Zielkonflikt zueinander andere Entscheidungen liegen ganz klar auf der Hand. 

Seit 2004 bin ich nun Vorsitzende des Rates der Gemeinde Langenberg – unser wichtigstes Entscheidungsgremien. Die meisten von unseren Kommunalpolitikern sind genauso lange dabei.  

Wir haben gemeinsam viele - für die Entwicklung von Langenberg - wichtige Entscheidungen in diesen zurückliegenden Jahren getroffen. 

Es gab immer Konsens darüber, dass wir die Familienfreundlichkeit unserer Gemeinde weiter ausbauen wollen und dass wir unsere heimische Wirtschaft stärken und unterstützen müssen, dass bei allen Aktivitäten der Haushalt nicht aus den Augen gelassen werden darf und dass beide Ortskerne – Langenberg wie Benteler - wichtig sind und gestärkt werden müssen. Allem voran standen und stehen unsere Vereine und alle ehrenamtlich Aktiven, die wir stets nach allen Kräften unterstützen wollen. 

Meinen Damen und Herren: Wenn wir uns nun die Frage stellen: Ist uns das gelungen? Wie würde die Antwort darauf ausfallen? 

 

Was haben wir in Sachen familienfreundliche Gemeinde erreicht: 

Es gab viele wichtige Entscheidungen, wie z.B. die Einrichtung des Familienzentrums als die Anlauf- und Beratungsstelle für Familien, die Einrichtung der Elternschule, die Erweiterung des Familienpasses sowie die kontinuierliche Ausweisung von Baugebieten in beiden Ortsteilen, der Kinderbonus, das Projekt Jung kauft Alt und erstmals wieder geförderten Wohnungsbau für kinderreiche Familien – die uns dem Ziel eine familienfreundliche Gemeinde zu sein näher gebracht hat.

 

Dank einer sehr guten Nachfrage sind zurzeit fast alle Flächen verkauft und bebaut – 90.000 qm Siedlungsfläche mit 162 Baugrundstücken haben wir in den vergangenen Jahren an den Markt gebracht. Wir werden diese erfolgreiche Strategie fortsetzen und weiter neue Flächen erwerben, um diese zu vermarkten. Auch im Sinne der Innenverdichtung ist es uns an mehreren Stellen gelungen, Bebauungen zu ermöglichen. 

Wir sind mit der neuen Leitung des Familienzentrums dabei, die Angebote weiter auszubauen und andere zu festigen. Auch werden wir uns hier Gedanken über die Räumlichkeiten machen müssen, denn diese sind - für die über die Jahre gewachsene Aufgabenfülle - nicht mehr geeignet. 

 

Mit der Gewinnung von Investoren für seniorengerechtes Wohnen, Wohngruppen und Tagespflege haben wir für unsere älteren Menschen gute Angebote im Bereich Wohnen und Betreuung – mitten im Ortskern geschaffen. Ein Glücksfall dabei war, dass wir die Flächen Haselkamps Wiese zum richtigen Zeitpunkt erwerben konnten. Es ist wichtig hier weiter am Ball zu bleiben und auch für die Zukunft sicher zu stellen, dass es ausreichend altengerechte und betreute Wohnungen in unserer Gemeinde gibt. 

Wir haben die Aufenthaltsqualität in unseren Ortskernen kontinuierlich verbessert – denken Sie an die Maßnahme in Benteler gegenüber der Kirche, die Umgestaltung des Alten Friedhofes in Langenberg und die Neuanlage des Mehrgenerationenplatzes neben dem Schützenplatz.

 

Die bereits über 5 Jahre anhaltende außergewöhnlich hohe Bautätigkeit führt dazu, dass die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in unseren Kitas stärker angestiegen ist, als wir das erwartet haben. Meist ist es uns gelungen schnelle Übergangslösungen im Sinne der Eltern und Kinder zu schaffen – dennoch sollte das keine Dauerlösung werden.  

Ein großes Dankeschön geht heute noch mal an die evangelische Kirche, die sich in 2019 so kräftig ins Zeug gelegt hat, um Planung und Bau der neuen Kita voranzutreiben und gleichzeitig schon die Betreuung von Kindern an der Mühlenstraße und in der Schmeddingschule übernommen haben. Wir freuen uns schon auf die Einweihung der neu errichtetet Kita Himmelzelt am Allerbeckerweg!

 

Darüber hinaus werden wir uns in den politischen Gremien zeitnah mit weiteren Planungen zur Erweiterung von bestehenden Kitas und ggf. einem weiteren Neubau beschäftigen müssen. Es muss unser Ziel sein, dass in Zukunft in Langenberg alle Eltern die ihr Kind in eine Kita geben möchten auch einen Platz bekommen. Den ersten Schritt in diese Richtung haben wir schon getan – das Jugendamt des Kreises GT hat seine restriktive Haltung zur Schaffung von neuen Plätzen endlich aufgegeben. 

Ganz wichtig für eine familienfreundliche Gemeinde sind gute Schulen vor Ort.  

Hier mussten wir uns gleich mehrfach entscheiden zwischen dem was rein wirtschaftlich betrachtet sinnvoll wäre und dem was für unsere Familien und Kinder wichtig ist. 

Wir hätten vor 12 Jahren unserer Hauptschule einfach auslaufen lassen können und vor einigen Jahren die Grundschule in Benteler schließen. Das hätte uns eine Menge von Investition erspart.

 

Aber was wäre die Konsequenz gewesen: lange Wege, ein Ortsteil ohne Grundschule, keine weiterführende Schule mehr, unsere Kinder fahren in andere Kommunen und orientieren sich von Langenberg weg.

 

Daher war es richtig und wichtig den Grundschulverbund ins Leben zu rufen, um so in beiden Ortsteilen die Grundschule zu sichern. Auch die Entscheidung der OGS sowohl an der Brinkmannschule als auch an der Schmeddingschule einzurichten war konsequent. 

Mit dem in 2019 fertig gestellten Anbau der Mensa an der Brinkmannschule sind nun an beiden Schulen die Räume der OGS hell, freundlich und funktional. Wir haben die Betreuungszeiten sowohl der Randstunde als auch der OGS im Sinne der berufstätigen Eltern verlängert und mit der AWO einen verlässlichen und kompetenten Partner an der Seite.

Auch in Zukunft werden wir in beide Schulstandorte investieren. Nur noch auf die Umsetzung wartet die Barrierefreiheit an der Brinkmannschule. Ob das schon in 2020 gelingen kann hängt ausschließlich von der Bezirksregierung ab. Kommt der Förderbescheid rechtzeitig, werden wir in den Sommerferien die Maßnahme umsetzen. Wenn nicht – geht es erst in 2021.

 

Im ersten Halbjahr 2020 werden wir uns intensiv um die dringend notwendige Sanierung der Turnhalle und der Schwimmhalle an der Grundschule in Langenberg kümmern müssen. Viele Menschen treibt die Sorge um, dass wir die Schwimmhalle vielleicht aufgeben müssen?!
Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich Ihnen weder sagen ob eine Sanierung wirtschaftlich sinnvoll ist, ob wir über einen Neubau sprechen müssen oder welche Kosten auf die Gemeinden zukommen. Wir werden uns in den kommenden Wochen sehr intensiv mit diesen Fragestellungen in der Verwaltung und im Ausschuss auseinandersetzen müssen. 

Für mich steht allerdings außer Frage, dass wir eine Schwimmhalle auch in Zukunft in Langenberg brauchen werden: damit unserer Kinder von klein auf Schwimmen lernen, damit Jung und Alt die zahlreichen Angebote der DLRG weiterhin nutzen können, damit die DLRG weiterhin vor Ort trainieren kann. 

Wir werden eine Lösung finden, um das zu gewährleisten – alles andere wäre ein zu großer Einschnitt in die Lebensqualität der Menschen vor Ort. 


Es war auch richtig, den Standort der weiterführenden Schule zwischen den beiden Ortsteilen zu stärken. Die Weiterentwicklung zu einer Schule des gemeinsamen Lernens, an der alle Kinder - egal welche Empfehlungen sie haben – unterrichtet werden können, hat sich gelohnt, ebenso wie das Investment von insgesamt 3,6 Mio (für den 1. und 2. Anbau, für die Mensa und den Umbau der AWO Kita zu Klassenräumen).

 

Wir haben aber auch in weiche Faktoren investiert:  wie z.B. die Schulsozialarbeit und das Übergangscoaching. 

Das die Gemeinde voll und ganz hinter ihren Schulen steht – zeigt auch der zeitnahe Anschluss der Schulen an das schnelle Internet und die digitale Offensive: mit einem Invest von fast 400.000€. 

 

Auch die Diskussion um die Namensgebung der weiterführenden Schule ist erfolgreich abgeschlossen worden: Konrad Zuse – ein richtungsweisender Name und ein Name den alle Beteiligten im Konsens festgelegt haben. Das war mir besonders wichtig. Dank an Politik und Schule. 

Wir sind eine der Zukunftsschulen in NRW und Zentrum für Begabtenförderung.  

In 2020 läuft der Modellversuch Gemeinschaftsschule des Landes NRW aus und die Konrad-Zuse-Schule wird automatisch umgewandelt in eine Sekundarschule. 

Damit ist diese Phase abgeschlossen und unsere Konrad-Zuse-Schule ist nun eine etablierte und bestandsgesicherte Schule.  Damit haben wir unseren Anspruch, ein qualitativ guter und moderner Schulstandort zu sein – weiter untermauert. 

 

Was haben wir in Sachen Wirtschaftsstandort erreicht:

 

Seit 10 Jahren sind wir bereits zertifiziert als mittelstandsfreundliche Kommunalverwaltung. Bei uns steht Schnelligkeit, Service und Zuverlässigkeit an erster Stelle. Erweiterungen zu ermöglichen, Probleme schnell zu lösen und ein verlässlicher Partner der Wirtschaft zu sein war und ist mein Anspruch. 

Dazu haben wir ein Netzwerk aufgebaut, dass sich 2 x pro Jahr trifft und austauscht. Wir haben dabei schon viele Langenberger Unternehmen besucht und aktuelle Themen diskutiert. Zu Gast waren z.B. OWL Maschinenbau, die Hochschule Lippstadt und Gütersloh, sowie die Wirtschaftsförderung im Kreis GT.  

Ganz wesentlich für die Wirtschaft und damit ein wichtiges und zukunftsweisendes Projekt war der Aufbau des Glasfasernetzes in unserer Gemeinde. Heute sind alle Gewerbe- und Siedlungsgebiete in Langenberg und Benteler an das Glasfasernetz angeschlossen und wir haben damit einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Kommunen. 

Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes zeigt, das wir richtig liegen. Die meisten einheimischen Betriebe sind enorm gewachsen, neue Unternehmen sind hinzugekommen. Die 60.000qm Gewerbefläche sind verkauft. Wir stehen kurz vor dem Ankauf einer Erweiterungsfläche, die wir dringend brauchen.

 

Perspektivisch wollen wir Gewerbeflächen interkommunal entwickeln – hierzu sind wir mit Rietberg im Gespräch.

Der Anstieg der Steuerkraft der Gemeinde Langenberg liegt zurzeit bei 17,8%. Zum Vergleich: der Landesdurchschnitt liegt bei 5,2%, der Kreisdurchschnitt bei 0,3%.  

Auch die Anzahl der Sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnisse steigt kontinuierlich weiter an.

Dank an unsere Unternehmen, die sich täglich dem internationalen Wettbewerb stellen, die Herausforderungen des Fachkräftemangels meistern müssen und die vergeblich auf Bürokratieabbau von Bund und Land hoffen und dennoch ungemein erfolgreich sind. Das können wir nicht hochgenug wertschätzen. 

Umso wichtiger ist es, dass wir zumindest die Hürden hier vor Ort nicht noch mehr aufbauen, sondern die Unternehmen in ihren Anliegen unterstützen, Flächen zur Verfügung stellen, Erweiterungen möglich machen und den Gewerbesteuersatz konstant halten.

 

Die Entscheidung zusammen mit der Stadt Rietberg und der Stadtwerke Soest eigene Stadtwerke zu gründen dient der regionalen Wertschöpfung, ist für unsere Bürger und Bürgerinnen ein gutes  Angebot vor Ort und insbesondere in Bezug auf die Energiewende eine ganz wichtige strategische Entscheidung: unser Stadtwerk bietet bereits jetzt 100 % Ökostrom, wird in Zukunft mehr in die regionale Stromerzeugung investieren und ist für uns ein kompetenter Partner für die Energiewende in Langenberg. 

Umso konsequenter ist der nächste Schritt gewesen, die Strom- und Gasnetze zu erwerben. Die neue Netzgesellschaft, an der die Stadtwerke Rietberg-Langenberg mehrheitlich beteiligt ist, wurde bereits gegründet. Die Beschlüsse dazu sind in 2019 mit deutlicher Mehrheit gefasst worden. 

Auch die IHK Umfrage im Jahr 2019 hat bestätigt, dass wir mit den getroffenen Entscheidungen richtig lagen und diese in der Bewertung der Unternehmen gut abschneiden.  Ja – wir haben Langenberg zu einer wirtschafts- und mittelstandsfreundlichen Kommune entwickelt und werden das auch weiter tun. 

Was für unserer Gastronomen, Einzelhändler und Dienstleister im Ortskern von Langenberg für 2 Jahre sehr belastend war - aber heute und zukünftig betrachtet - nur positive Auswirkungen hat, war die Sanierung der Hauptstraße. 

Der Ortskern wird seitdem ganz anders wahrgenommen und ist eine Visitenkarte für Langenberg. Damit der Ortskern nicht nur gut aussieht, sondern auch lebendig bleibt – haben wir uns kompetente Unterstützung geholt – mit dem Ziel die Veränderungen in der Einzelhandelslandschaft zu nutzen, um neue Geschäfte anzusiedeln. 

 

Sehr verehrte Gäste, 

wir haben gute Entscheidungen getroffen für unsere Familien und für unsere Wirtschaft, die - heute wie zukünftig - positiv für Langenberg und Benteler wirken. 

 

Wie hat sich das auf unsere Finanzen ausgewirkt?

In den Jahren 2008, 2013, 2016 und 2018 konnten wir einen Jahresüberschuss erwirtschaften. Für 2019 werden wir ebenfalls mit einem positives Jahresergebnis abschließen. (Wer die HH Situation der NRW Kommunen kennt – weiß, dass das nicht die Regel ist.)

Die Ausgleichsrücklage – von ursprünglich 2,8 Mio. € ist nicht wie immer wieder prognostiziert schon längst aufgebraucht – sondern im Gegenteil auf 4,15 Mio. € angewachsen. Die allgemeine Rücklage beträgt nach wir vor 20,2 Mio. €.

Mit der Folge, dass wir mehr Handlungsspielraum haben, um die nun anstehenden Investitionen zu stemmen. 

Lassen wir unseren Eigenbetrieb Abwasser mal außen vor – so können wir stolz darauf sein, dass wir seit 2002 keine der Investitionen mit Krediten finanzieren mussten.  Und Sie haben ja vorhin gehört, wieviel wir über die Jahre investiert haben - in Schulen, Wohnbau- und Gewerbeentwicklung, Plätze und Straßen. 

Betrachten wir unseren Schuldenstand von 1,2 Mio. € und die vorhandene Liquidität von ….     im Jahresabschluss 2018 – dann sind wir schuldenfrei. 

 

Dennoch – Anrede – kein Grund um zu jubeln:  

Denn zum einen erwarten wir für die nächsten Jahre, dass sich  unsere Einnahmesituation durch das - insgesamt zurückgehende Wirtschaftswachstum - verschlechtern wird (geringere Zuweisungen und geringere Gewerbesteuereinnahmen) und zum anderen stehen hohe Investitionen für unser Rathaus, für die Sport- und Schwimmhalle der Brinkmannschule, für die Feuerwehrgerätehäuser und für die MZH an. 

Wir werden erstmals seit 18 Jahren wieder Kredite aufnehmen müssen, um das zu stemmen. Auch wenn die zu zahlenden Zinsen extrem niedrig sind, so wird uns die Tilgung für längere Zeit belasten. 

Aber hier geht es nicht um „wünsch dir was“ – sondern um die Sanierung und/oder Neubau von wichtigen kommunalen Gebäuden.

An diese Stelle ein paar kurze Worte zu den Feuerwehrgerätehäuser. Zunächst erstmal mein Dank an die Feuerwehrkameraden, die sich in den vorbereitenden Gesprächen engagiert mit eingebracht haben, sich aber noch etwas in Geduld üben müssen. 

Aber so eine umfangreiche Maßnahme ist nicht mal eben geplant. Wir haben zunächst die Frage zu diskutieren, brauchen wir auch in Zukunft zwei Feuerwehrgerätehäuser oder ist jetzt die Gelegenheit beide aufzugeben und ein Neues zu bauen?! Das darf keine Bauchentscheidung und auch keine rein wirtschaftliche Entscheidung sein – hier geht es um die Sicherheit der Bevölkerung, die an allen Stellen des Gemeindegebietes zu gewährleisten ist. Und da ist es schon entscheidend, von wo ich ausrücke und wie schnell ich in Selhorst oder auch an der äußersten Ecke in Benteler bin. Wir werden in der nächsten Bauausschusssitzung das weitere Vorgehen beraten.  

Die Sanierung des Daches der Mehrzweckhalle sowie der Toiletten und des kleinen Feierraumes werden wir nach hinten schieben müssen, da die Sanierung der Sport- und Schwimmhalle an der Brinkmannschule dringender ist. 

Der Bauhof hat bereits Ende des Jahres seinen Betrieb aufgenommen. Wer die Diskussion um den Bauhof verfolgt hat, weiß wie lange es gebraucht hat, um ans Ziel zu kommen. Es zeigt auch, dass wir uns diese Entscheidungen, die viel Geld kosten, nicht leicht machen. Immer wieder abwägen, was brauchen wir und was können wir uns leisten.  

In 2019 beschlossen, wird der Umbau des Rathauses in 2020 angegangen. Wir starten zunächst mit dem Anbau an der rechten Seite, dann werden die Toiletten saniert und der Aufzug eingebaut. Ist das fertig, zieht das Bürgerbüro vorübergehend in den neuen Anbau, damit der Umbau des bestehenden Bürgerbüros laufen kann. 

Das wird alles nicht einfach – aber die Maßnahmen sind erforderlich, um in Zukunft ausreichende und bessere Räumlichkeiten sowohl für die Mitarbeiter als auch für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen. 

Zurück zu den Finanzen: Bei einem so hohen Investitionsvolumen, stellt sich auf jeden Fall die Frage nach möglichen Fördergeldern. Dank unserer Initiative mit dem ISEK – erhält Langenberg erstmalig Gelder aus der Städtebauförderung. 

50% sind schon für den Mehrgenerationenspielplatz geflossen, weitere Gelder bekommen wir für die Barrierefreiheit der Brinkmannschule und des Rathauses. Gelder die wir gut gebrauchen können. Eine wichtige Entlastung für unseren Haushalt, die sich auch noch bei weiteren Projekten bemerkbar machen wird. 

Auch die Beteiligung beim Projekt Vital NRW finanziert uns anstehende Projekte in unserer Gemeinde – wie z.B. der gemeinsam mit dem Heimatverein geplante Geschichtspfad durch unsere beiden Ortsteile. Ein tolles Projekt, was nicht nur für Neubürger interessant ist – wer kennt schon die Geschichte von unserer Küsterei oder der Vogtei. Informationen und Bilder zu 20 Stationen haben die Heimatvereinen Langenberg und Benteler zusammengetragen. Großes Dankeschön - schon mal vorab - an die beiden Heimatvereine. Das ist wirklich großartig.

Wir planen die Einweihung im Zusammenhang mit dem in 2020 anstehenden Gemeindejubiläum! Ja sie haben richtig gehört – In 2020 wird unserer Gemeinde 50 Jahre. 

Was mit der kommunalen Neugliederung begann – hat sich – und da sind Sie sicher alle meiner Meinung – prächtig entwickelt. 

Gemeinsam mit Vertretern aus der Politik planen wir anlässlich dieses Jubiläums eine Sondersitzung des Rates, an dem Tag wo damals die konstituierende Sitzung stattgefunden hat und im Sommer einen großen Bürgerbrunch an der Benteler Straße – die Verbindungsstraße zwischen den beiden Ortsteilen. 

Damit dieser Brunch ein genauso schönes Fest werden kann, wie bei der Einweihung der Hauptstraße, habe ich eine große Bitte an die Vertreter unserer Kirchengemeinden aus Langenberg und Benteler – bitte sorgen Sie dafür dass die Sonne scheint – wir sorgen für alles andere. 

 

Hier mache ich mal einen Punkt. Denn es gäbe sicher noch Vieles zu den anstehenden Projekten und denen der letzten Jahre zu sagen. Aber ich möchte ihre Aufmerksamkeit nicht überstrapazieren. 

Aber eines möchte ich Ihnen auf jeden Fall noch mit auf den Weg geben – denn das ist mir besonders wichtig: 

Sie alle wissen, dass diese Maßnahmen und Projekte niemand alleine stemmen kann. Viele Menschen haben daran einen Anteil. 

Die Politik berät und entscheidet, die Verwaltung mit ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen die Maßnahmen um. Vieles ist zu koordinieren und zu organisieren. Nicht immer läuft alles rund. Ich bin stolz auf meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung – Sie alle haben ein großes Arbeitspensum aber auch eine hohe Motivation die Projekte im Zeit- und Kostenrahmen umzusetzen. Dafür legen sie sich ins Zeug – für unsere Gemeinde und für die Bürgerinnen und Bürger. 

Aber auch Sie – liebe Anwesende – legen sich ins Zeug. Ihr ehrenamtliches Engagement ist mindestens genauso wichtig, wie die Arbeit der Politik und Verwaltung, wenn nicht sogar von größerer Bedeutung. 

Was wären wir ohne Maibaumfest, ohne den Langenberger Frühling, ohne Schützenfeste, ohne Biertage oder ohne Nikolaustage – Veranstaltungen, die unserer Bürgerinnen und Bürger lieben und auswärtige sehr schätzen – Veranstaltungen, die unserer Dorfgemeinschaft stärken. 

Veranstaltungen, die Sie – meine Damen und Herren – durch ihren Verein, durch ihren eigenen Einsatz jedes Jahr auf die Beine stellen. Und wir alle wissen, wie viel Arbeit das ist.

Aber es lohnt sich, denn es sind die Veranstaltungen, die unsere Gemeinde ein Gesicht geben. 

Das gleiche gilt für unserer sehr erfolgreichen Chöre, für die Blaskapelle und die Spielmannszüge. Sie bereichern nicht nur unserer Dorfgemeinschaft, sondern auch die Feste der Nachbarkommunen und sind Botschafter von Langenberg in der Welt – wie z.B. unser Gospelchor Rejoice, der bereits von 3 Kontinenten Medaillen mit nach Hause gebracht hat. 

Und dann gibt es den KGB – eine Initiative, die eine große Bereicherung im Kulturangebot von Langenberg ist und eine große Außenwirkung für unsere Gemeinde mit sich bringt. Super klasse – machen Sie weiter so!

Schön, dass wir auch zur Karnevalszeit immer was zu lachen haben – dank unseren Landfrauen und den Frauen der katholischen Kirchengemeinden. 

Nicht zu vergessen sind unsere Sportvereine, die unermüdliche dafür sorgen, dass Jung und Alt in Bewegung kommen. Auch unsere Sportlerinnen und Sportler sind Botschafter für Langenberg – wenn ich an die Erfolge der DLRG im In- und Ausland denke oder auch wenn bei uns in Langenberg der Grün Weiß ein Fußballturnier ausrichtet was über 600 Kinder für ein ganzes Wochenende nach Langenberg holt. Auch da steckt eine Menge Arbeit und Enthusiasmus drin. 

Da können wir seitens der Politik und Verwaltung noch so viel bauen, sanieren, renovieren und herrichten – ohne ihre Aktivitäten bliebe vieles ohne Leben. 

Ja und dann sind da noch die gemeinsam getragenen Projekte – wie z.B. die Renovierung der Abschiedsräume – ein Projekt, was nur umgesetzt werden konnte, weil ganz viele Menschen in unserer Gemeinde sich mit Geld oder mit Arbeitseinsatz daran freiwillig beteiligt haben. Oder der vorhin schon erwähnte Geschichtspfad – der nur realisiert werden kann, weil die Heimatvereine bereit sind, ihr Wissen und ihre Zeit einzubringen.

Oder die Skulptur auf dem neuen Kreisel – im Ortseingang von Langenberg, das Engagement eines Einzelnen - strahlt das ganze Jahr über für alle Bürgerinnen und Bürger sowie für unsere Gäste. 

Das dt. polnische Jugendcamp hätte ohne dieses freiwillige Engagement nicht stattfinden können, genauso wie das erste dt. lettische Jugendcamp in 2019 – was nur durch das Engagement der ev. Kirche, der AWO und der Familie Kriegel umzusetzen war. 

Und so gibt es über die Jahre viele Aktionen und Projekte die nur dadurch realisiert werden konnten, weil bei uns in Langenberg viele Vereine und ehrenamtlich tätige Bürgerinnen und Bürger eine große Bereitschaft haben sich in ihrer Gemeinde einzubringen. 

Ihnen allen – gebührt unser Dank und unser Respekt vor diesem vielfältigen und freiwilligen Engagement. 

Dieses auch für die Zukunft zu festigen - bleibt für uns alle eine ständige Herausforderung! 

Meine Damen und Herren - meine Unterstützung haben Sie immer und jederzeit."

 

 

 

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