Corona-Hilfsfonds

RHEDA-WIEDENBRÜCK. (tr) Anfang der Woche wurde der Corona Hilfsfonds bei der Stadt Rheda-Wiedenbrück eingerichtet. Zur Gründung des Fonds spendet das Unternehmen Tönnies 500.000 Euro. Der Fonds ist als Hilfe in Notlagen aufgrund der Auswirkungen der Coronapandemie für Familien, Bürger und Institutionen in der Stadt gedacht.

 

 

Die Organisation und Verteilung wird die Stadt übernehmen. Hilfeersuchen und Fragen können nunmehr an die Stadt gerichtet werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen am Telefon oder per Mail gerne weiter. Dazu wurden nun eine E-Mail-Adresse (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und eine Telefonnummer eingerichtet: Montags bis freitags kann in der Zeit von 9 bis 14 Uhr die Nummer 05242 963 253 gewählt werden.

Der Corona Hilfsfonds wächst stetig weiter an. Das Simonswerk als ein weiteres Unternehmen im Stadtgebiet hat ebenfalls gespendet. Besonders erfreulich: Auch viele private Personen helfen. Durch zusätzliche Spenden liegt der Hilfsfonds bei rund 570.000 Euro. Der Fonds greift insbesondere, soweit Bundes- und Landeshilfen nicht zur Verfügung stehen. 

Am Montagabend entschied sich zudem der Stadtrat, außerplanmäßige Mittel in Höhe von 500.000 Euro im Zuge der Coronakrise bereitzustellen. Das Geld soll nicht nur für Menschen in Not, sondern auch für die dringend benötigten Schutzausrüstungen (etwa im Rettungsdienst) und weitere Maßnahmen genutzt werden. „Wir lassen niemanden in Rheda-Wiedenbrück im Stich. Die Mittel helfen uns, in dieser besonderen Lage in Notfällen möglichst unbürokratisch zu helfen“, bekräftigt Bürgermeister Theo Mettenborg. 

 

Aus der Pressemitteilung des Unternehmens zur Gründung des Fonds:

 

27.3.2020 – Das Rheda-Wiedenbrücker Familienunternehmen Tönnies gründet einen Corona Hilfsfonds, um Familien, Bürgern und Institutionen in der Stadt eine schnelle Hilfe ausgelöst durch die Pandemie zukommen zu lassen. „In dieser Ausnahmesituation darf niemand durch das Raster fallen. Insbesondere Familien mit niedrigen Einkommen, Härtefälle denen nicht vom Staat geholfen wird oder Institutionen die unser gesellschaftliches Leben prägen, wollen wir eine schnelle und unbürokratische Unterstützung zukommen lassen“, beschreibt Clemens Tönnies seine Motivation. 

„Was gestern noch unvorstellbar schien, ist heute unsere Realität“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter des größten Arbeitgebers der Stadt. Tönnies zeigt sich tief betroffen von der Situation, die er für die gesamte Gesellschaft als riesige Herausforderung einstuft. „Wir müssen jetzt zusammenstehen, um diese Krise zu überstehen. Daher haben wir uns entschieden, einen Hilfsfonds für unsere Stadt ins Leben zu rufen, und diesen mit einer halben Millionen Euro für Soforthilfen zu füllen.“

Tönnies und Finanzvorstand Daniel Nottbrock gaben jetzt mit Bürgermeister Theo Mettenborg den Startschuss für den Fonds. Das Unternehmen stellt 500.000 Euro kurzfristig in den Hilfsfonds ein. Gemeinsam mit der Stadt soll über die Vergabe der Mittel entschieden werden.

„Ich danke dem Unternehmen für diese großzügige Spende. Sie hilft uns gerade jetzt, um unmittelbar von der Coronapandemie Betroffene in unserer Stadt aufzufangen. Diese Spende zeigt ein starkes Verantwortungsbewusstsein unserer Unternehmen für die Stadt“, sagt Bürgermeister Theo Mettenborg.

Tönnies gründet den Corona Hilfsfonds bewusst offen, um die vielen Auswirkungen der Pandemie abzudecken. „In dieser Ausnahmesituation müssen wir als Stadtgesellschaft zusammenstehen“, fordert Clemens Tönnies. „Ich lade alle ein, sich in den Hilfsfonds einzubringen und damit Verantwortung für die betroffenen Bürger unsere Stadt zu übernehmen.“

Ziel ist es vor allem denen zu helfen, die nicht von den Mitteln des Landes NRW und der Bundesregierung profitieren, aber das Leben in Rheda-Wiedenbrück prägen. „Wir haben viele Ehrenamtliche bei uns in der Stadt, Familien, Vereine und Institutionen, die die Corona-Pandemie hart trifft. Denjenigen, die nun vor dem finanziellen Kollaps stehen, wollen wir kurzfristig und unbürokratisch unter die Arme greifen“, sagt Daniel Nottbrock. Foto: Stadt Rheda-Wiedenbrück

 

BILDZEILE:
(v.l.) Theo Mettenborg, Daniel Nottbrock, Clemens Tönnies

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