Am 06.08.2026 führten Einsatzkräfte der Polizeiwache Lippstadt gemeinsam mit Beamtinnen und Beamten der Bundespolizeiinspektion Münster in der Zeit von 12:00 bis 20:00 Uhr einen Schwerpunkteinsatz im Bereich des Bahnhofs Lippstadt durch.
Im Verlauf des achtstündigen Einsatzes bestreiften gemischte Streifenteams aus Landes- und Bundespolizei den Lippstädter Wachbereich intensiv. Dabei wurden unter anderem 124 Personenkontrollen im Bahnhofsbereich und dem näheren Umfeld durchgeführt. Drei Sachverhalte sind besonders hervorzuheben:
Zugriffsbereite Reizgaspistole aufgefunden
Ein 19-jähriger polnischer Staatsangehöriger aus Kamen wurde bei seiner Ankunft am Bahnhof Lippstadt kontrolliert. Dabei stellten die Einsatzkräfte eine zugriffsbereit mitgeführte Reizgaspistole ohne die erforderliche PTB-Kennzeichnung und ohne gültige Erlaubnis fest und stellten diese sicher. Der junge Mann verhielt sich im Rahmen der Kontrolle unkooperativ und erhielt einen Platzverweis. Wegen der mitgeführten Waffe wurde ein Strafverfahren nach dem Waffengesetz eingeleitet.
Festnahme wegen unerlaubten Aufenthalts
Bei der Kontrolle eines aus einem einfahrenden Zug ausgestiegenen 40-jährigen vietnamesischen Staatsangehörigen konnte weder ein gültiger Ausweis noch ein Einreisedokument vorgelegt werden. Die Überprüfung ergab, dass sich der Mann bereits seit rund zwei Jahren unerlaubt in Deutschland aufhält. Nach eigenen Angaben war er mithilfe von Schleusern eingereist und lebte seither ohne festen Wohnsitz. Er wurde festgenommen, die zuständige Ausländerbehörde wurde informiert.
Festnahme aufgrund eines bestehenden Abschiebehaftbefehls
Im Rahmen einer Verkehrskontrolle wurde ein 22-jähriger georgischer Staatsangehöriger als Beifahrer überprüft. Der Abgleich mit dem Fahndungsbestand ergab, dass gegen ihn ein Abschiebehaftbefehl vorlag. Der Mann wurde festgenommen, auch hier wurde die zuständige Ausländerbehörde zur weiteren Bearbeitung eingeschaltet.
Neben diesen drei Fällen kam es zur Sicherstellung von Betäubungsmitteln, mehreren Aufenthaltsermittlungen, einer Ordnungswidrigkeitenanzeige sowie neun Verwarngeldern.
Die Polizei Soest zieht ein positives Fazit: Der gemeinsame Einsatz mit der Bundespolizei ist erfolgreich verlaufen und sollte das subjektive Sicherheitsgefühl am Bahnhof Lippstadt und im unmittelbaren Umfeld spürbar erhöhen. Beide Behörden haben vereinbart, die Zusammenarbeit weiter zu intensivieren und ähnliche Einsätze künftig zu wiederholen.
Quelle: Kreispolizeibehörde Soest, Pressemitteilung vom 07.08.2026 (Original-Pressemitteilung auf presseportal.de). Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.