Radunfall Albersloh: Bei einem Zusammenstoß zweier Pedelec-Fahrer auf dem Werseradweg in Sendenhorst-Albersloh ist ein 76-Jähriger schwer verletzt worden. Ein zweiter Radfahrer erlitt leichtere Blessuren und musste vor Ort behandelt werden.

Radunfall Albersloh: Zusammenstoß auf dem Werseradweg

Wie die Polizei Warendorf mitteilt, ereignete sich der Unfall am Dienstag (28. Juli) gegen 11.15 Uhr auf dem Werseradweg in der Bauernschaft Rummler. Ein 76-Jähriger aus Münster befuhr mit seinem Pedelec den Werseradweg in Richtung Albersloh. Ihm entgegen kam eine Gruppe von vier Fahrradfahrenden. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Münsteraner und dem dritten Fahrer der Gruppe, einem 66-Jährigen aus Schwerte, ebenfalls auf einem Pedelec unterwegs.

Rettungskräfte brachten den 76-jährigen Senior mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der 66-jährige Schwerter benötigte keinen Rettungswagen und wurde vor Ort medizinisch behandelt. Ein Unfallaufnahmeteam aus Münster wurde zur Unterstützung bei der Unfallaufnahme hinzugezogen.

Pedelecs: Warum Unfälle oft schwerer ausfallen

Pedelecs mit elektrischer Tretunterstützung erreichen deutlich höhere Geschwindigkeiten als klassische Fahrräder, oft bis zu 25 km/h in der Ebene und mehr bei zusätzlicher eigener Tretkraft. Begegnen sich zwei Pedelecs auf einem schmalen Radweg wie dem Werseradweg, kann die kombinierte Aufprallgeschwindigkeit bei einem Zusammenstoß deutlich höher liegen als bei klassischen Fahrrädern – mit entsprechend schwereren Verletzungsfolgen, wie der aktuelle Fall aus Albersloh zeigt.

Unfallforschende weisen seit Jahren darauf hin, dass die zunehmende Verbreitung von Pedelecs auch bei älteren Radfahrenden zu einer veränderten Unfallschwere führt: Ältere Menschen sind bei Stürzen und Zusammenstößen generell anfälliger für schwere Verletzungen, fahren mit Pedelec-Unterstützung aber oft schneller, als es die eigene Reaktionsfähigkeit noch zuverlässig zulässt.

Sicherheit auf schmalen Radwegen

Auf schmalen, gemeinsam genutzten Radwegen wie dem Werseradweg empfiehlt es sich, bei Gegenverkehr rechtzeitig die Geschwindigkeit zu reduzieren und ausreichend Abstand zum Wegrand einzuhalten, insbesondere wenn – wie im aktuellen Fall – eine ganze Gruppe von Radfahrenden entgegenkommt. Klingeln oder ein kurzer Blickkontakt können helfen, Ausweichmanöver rechtzeitig anzukündigen und Missverständnisse über die vorgesehene Fahrlinie zu vermeiden.

Was tun nach einem Fahrradunfall?

Nach einem Zusammenstoß sollten Beteiligte, sofern möglich, die Unfallstelle sichern und bei Verletzungen umgehend den Rettungsdienst über den Notruf 112 alarmieren. Auch bei zunächst leicht wirkenden Blessuren ist eine ärztliche Kontrolle sinnvoll, da sich manche Verletzungen wie Prellungen oder Kopfanprall erst zeitversetzt bemerkbar machen. Für die Unfallaufnahme ist es zudem hilfreich, wenn möglich Kontaktdaten von Zeuginnen und Zeugen aus der Fahrradgruppe zu notieren, da diese Angaben zum genauen Hergang machen können.

Radunfall Albersloh: Der Werseradweg ist bei Freizeitradlerinnen und -radlern aus der gesamten Region beliebt, da er über weite Strecken naturnah entlang der Werse verläuft und auch von Gruppen genutzt wird, die gemeinsam unterwegs sind. Genau das kann jedoch zu Situationen führen, in denen entgegenkommenden Einzelfahrenden weniger Platz zum Ausweichen bleibt als erwartet, insbesondere an schmaleren Wegabschnitten.

Die Polizei Warendorf ermittelt nun die genauen Umstände des Zusammenstoßes, unter anderem, wer sich zum Unfallzeitpunkt auf welcher Wegseite befand. Solche Unfallaufnahmen dienen nicht nur der Klärung der Haftungsfrage für die Beteiligten, sondern liefern der Polizei auch wertvolle Erkenntnisse darüber, an welchen Streckenabschnitten es wiederholt zu kritischen Situationen kommt. Über den weiteren Gesundheitszustand des schwerverletzten 76-Jährigen liegen bislang keine Angaben vor; die Polizei Warendorf bittet zudem Zeuginnen und Zeugen, die den Unfall auf dem Werseradweg beobachtet haben und noch nicht befragt wurden, sich unter der Rufnummer 02581/600-230 bei der Pressestelle der Polizei Warendorf zu melden, um zur vollständigen Aufklärung des Unfallhergangs beizutragen.

Quelle: Polizei Warendorf, Pressemitteilung vom 28. Juli 2026 (Original-Pressemitteilung auf presseportal.de). Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

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