Eine gute Geschäftsentwicklung auch im zweiten Corona-Jahr meldete die Kreissparkasse Wiedenbrück. „Wir sind zufrieden mit dem, was wir gemeinsam erreicht haben und konnten unsere führende Marktposition weiter festigen,“ so der Vorstandsvorsitzende Werner Twent. Gestärkt haben Kunden die Bilanzsumme der Kreissparkasse Wiedenbrück: Die stieg im vergangenen Geschäftsjahr um
4,8 Prozent auf rund 3,42 Milliarden Euro. Das Einlagenvolumen wuchs zum Vorjahr deutlich geringer um lediglich 44 Millionen Euro auf 2,637 Milliarden Euro. Im Kreditgeschäft florierten im Privatkundenbereich die Baufinanzierungen. Insgesamt stieg der Kreditbestand dynamisch um 10,3 Prozent auf 1,483 Milliarden Euro. Unter dem Strich erzielte die Kreissparkasse Wiedenbrück einen Jahresüberschuss von
1 Millionen Euro.

Wesentlicher Wachstumstreiber war 2021 das dynamische Kreditgeschäft. Der Kreditbestand stieg stark um 10,3 Prozent oder 138 Millionen Euro auf 1,483 Milliarden Euro an. „Dieses Wachstum ist auf ein sehr erfolgreiches Darlehensneugeschäft sowohl bei unseren gewerblichen wie unseren privaten Kundinnen und Kunden zurückzuführen“, berichtet Sparkassendirektor Emilian Klein und führt weiter aus: „Insbesondere die Darlehenszusagen, der Indikator für die Vitalität des Kreditgeschäftes, sind im Geschäftskundenbereich um 48,3 Prozent und im Privatkundenbereich um 34,1 Prozent angestiegen.“ Treiber war hier wie in den Vorjahren die Immobilienfinanzierung. So steigerte sich die Nachfrage nach Immobilien abermals, obwohl es sich beim Immobilienerwerb um ein sehr hohes Investment handelt und sich der Erwerber für lange Zeit finanziell bindet. Folglich hat sich die Vermittlung auf am Markt etablierte renommierte Vermittler wie das Tochterunternehmen der Kreissparkasse, die SKW Haus und Grund Immobilien GmbH, konzentriert. Sie konnte 2021 Objekte mit einem Gesamtvolumen von rund 52,6 Millionen Euro vermitteln – ein Zuwachs von 26 Prozent.

Die Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen in den Sommermonaten nutzen auch die Menschen im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse für mehr Aktivitäten. Demzufolge wurde 2021 weniger gespart. „Wer heute einen Vermögens-Erhalt oder -Zuwachs erreichen will, schafft das nicht mehr mit einem Sparbuch. Wertpapiere sind in Zeiten von Negativzins zu einem unverzichtbaren Baustein bei der Vermögensanlage geworden und wirken dem damit einhergehenden Kaufkraftverlust entgegen“, führt Emilian Klein weiter aus. Nicht von ungefähr entscheiden sich daher laut Bericht der Kreissparkasse immer mehr Kunden für Wertpapiere oder Fonds-Sparpläne. Mit 6.777 abgesetzten Fondssparplänen erreichte die Kreissparkasse im vergangenen Jahr ein Rekordergebnis.

Grundsätzlich ist festzustellen, dass neben den klassischen Anlagekriterien Verfügbarkeit, Sicherheit und Rendite das Thema Nachhaltigkeit eine große Rolle spielt. „Deshalb integrieren wir bereits seit 2020 die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz unserer Kunden fest in den Gesprächen,“ erläutert Werner Twent. Dieses neue Bewusstsein fordert auch die regionalen Unternehmen. Sie müssen gewaltig investieren, wenn sie den zwingend notwendigen Nachhaltigkeitsanforderungen gerecht werden wollen. „Dabei helfen wir und sind natürlich für unsere Firmenkunden da,“ so der Vorstandsvorsitzende. Grundsätzlich will die Kreissparkasse diese Transformation aktiv mitgestalten. Deshalb hat sie 2021 ihre Kunden mit 164 vergebenen Förderkrediten bei der Umsetzung ökologischer und sozialer Maßnahmen begleitet.

Zu den Geschäften des Kreditinstituts gehört seit Jahren auch die allgemeine Absicherung von Lebensrisiken. So wurde der Versicherungsbaustein der Elementarversicherung nach dem Tief Bernd, das zu einer extremen Unwetter-Katastrophe im Ahrtal geführt hat, auch vermehrt im Geschäftsgebiet der Kreissparkasse nachgefragt. „Aktuell können wir sagen, dass 55 Prozent unserer versicherten Häuser jetzt gegen Elementarschäden versichert sind und die Nachfrage hält weiter an“, führt Vorstandsmitglied Emilian Klein weiter aus.

Dass Nähe auch digital geht, zeigt die Kreissparkasse in den vergangenen Jahren eindrucksvoll. So können Kreissparkassen-Kunden mittlerweile auf weit über 140 Service-Prozesse online zugreifen ohne auf ihre Ansprechpartner vor Ort zu verzichten. „Ein umfassendes digitales Leistungsangebot, kombiniert mit qualitativ hochwertiger persönlicher Beratung vor Ort, ist sowohl aus Kundensicht aber auch aus unserer Sicht unabdingbar“, unterstreicht Emilian Klein nochmal ausdrücklich das Geschäftsmodell der Kreissparkasse Wiedenbrück. 

Tag für Tag bringt die Kreissparkasse messbare Leistungen für die Allgemeinheit und unterstreicht damit ihre regionale Bedeutung in eindrucksvoller Art und Weise. So hat sie mit insgesamt 863.000 Euro Vereine, Kindergärten, Schulen, die Jugendarbeit, den Sport, Natur- und Umweltprojekte sowie Kunst und Kultur in der heimischen Region gefördert. Abgerundet wird das finanzielle Engagement durch die Aktivitäten der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück. Der eigene Corona-Hilfsfonds wurde unlängst um weitere 70.000 Euro auf insgesamt 270.000 Euro aufgestockt, um Vereine und Organisationen, die keine staatlichen Hilfen erhalten, zu fördern. „Auch künftig gehören Spenden und Sponsoring zum Programm der Kreissparkasse“, betont Vorstandschef Werner Twent.

Bildunterschrift:
Sparkassendirektor Emilian Klein (l.) und Vorstandsvorsitzender Werner Twent (r.) legten für das Geschäftsjahr 2021 der Kreissparkasse Wiedenbrück wieder gute Zahlen vor.  

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