Tiefgaragenbrand Harsewinkel: In der Nacht zum Sonntag ist an der August-Claas-Straße in Harsewinkel eine Tiefgarage in Brand geraten. Zwei Fahrzeuge brannten vollständig aus, rund zehn weitere Autos wurden teils erheblich beschädigt.

Tiefgaragenbrand Harsewinkel: Die Ereignisse in der Nacht

Wie die Polizei Gütersloh mitteilt, wurden Feuerwehr und Polizei am Sonntagmorgen (26. Juli) gegen 02.38 Uhr über den Brand informiert. Die Feuerwehr löschte die Flammen vor Ort. Nach ersten Erkenntnissen brannten zwei Fahrzeuge vollständig aus, während rund zehn weitere Pkw in der Tiefgarage teils erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden – etwa durch Hitze, Ruß oder Rauchgase.

Brandermittlungen laufen

Brandermittler der Gütersloher Kriminalpolizei haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Der Brandort wurde beschlagnahmt, um Spuren sichern zu können. Zur Ursache des Feuers können nach Polizeiangaben derzeit noch keine Angaben gemacht werden.

Wie gefährlich sind Tiefgaragenbrände?

Brände in Tiefgaragen gelten unter Einsatzkräften als besonders anspruchsvoll: Der begrenzte Raum unter der Erde führt dazu, dass sich Rauch und Hitze kaum abziehen können, wodurch sich dichter, giftiger Rauch schnell in der gesamten Anlage ausbreitet. Zudem erschwert die eingeschränkte Zugänglichkeit für Löschfahrzeuge und Rettungskräfte den Einsatz erheblich. Brennende Fahrzeuge, insbesondere mit modernen Kunststoffbauteilen, entwickeln zudem sehr hohe Temperaturen und toxische Brandgase.

Für Anwohnerinnen und Anwohner sowie Fahrzeughaltende gilt bei einem Brand in einer Tiefgarage: Auf keinen Fall den Aufzug benutzen, die Rettungswege über Treppenhäuser nutzen und sich nicht durch verrauchte Bereiche bewegen. Wer Rauch aus einer Tiefgarage bemerkt, sollte umgehend die Feuerwehr über den Notruf 112 alarmieren und andere Personen warnen, statt selbst zu löschen zu versuchen.

Sachschaden und Folgen für Betroffene

Bei einem Brand mit zwei komplett ausgebrannten und rund zehn beschädigten Fahrzeugen ist mit einem erheblichen Sachschaden im sechsstelligen Bereich zu rechnen, auch wenn die Polizei bislang keine genaue Schadenssumme genannt hat. Betroffene Fahrzeughaltende sollten sich zeitnah an ihre Kfz-Versicherung wenden und den Schaden dokumentieren, bevor Fahrzeuge abtransportiert oder repariert werden.

Brandschutz in Tiefgaragen: Was Betreiber beachten sollten

Tiefgaragen unterliegen in Deutschland besonderen baurechtlichen Vorgaben zum Brandschutz, etwa zu Rauchabzugsanlagen, Brandabschnitten und Löschwasserversorgung. Regelmäßige Wartung von Rauchmeldern, Sprinkleranlagen und Notbeleuchtung ist dabei entscheidend, damit im Ernstfall Rettungskräfte schnell handeln können und sich Rauch nicht unkontrolliert ausbreitet. Auch die Kennzeichnung von Fluchtwegen und deren dauerhafte Freihaltung spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit aller, die die Tiefgarage nutzen.

Der Vorfall in Harsewinkel reiht sich in eine Serie ähnlicher Tiefgaragenbrände im gesamten Bundesgebiet ein, bei denen Einsatzkräfte regelmäßig vor der Herausforderung stehen, Fahrzeugbrände in schwer zugänglichen, unterirdischen Bereichen unter Kontrolle zu bringen. Feuerwehrverbände weisen seit Jahren darauf hin, dass gerade Elektrofahrzeuge mit Lithium-Ionen-Akkus bei einem Brand besondere Anforderungen an die Löscharbeiten stellen können, auch wenn im aktuellen Fall aus Harsewinkel noch keine Angaben zur Brandursache oder den betroffenen Fahrzeugtypen vorliegen.

Wer selbst Zeuge eines Brandes wird, sollte umgehend die Feuerwehr alarmieren, andere Personen im Gebäude warnen und erst dann, wenn möglich und ohne eigenes Risiko, mit einem Feuerlöscher eingreifen, sofern der Brand noch klein ist. Größere Fahrzeugbrände in geschlossenen Räumen sollten grundsätzlich ausschließlich von der Feuerwehr mit entsprechender Schutzausrüstung bekämpft werden, da die entstehenden Brandgase hochgiftig sein können. Die Polizei Gütersloh bittet zudem darum, dass sich Zeuginnen und Zeugen, die in der Nacht zum Sonntag verdächtige Beobachtungen im Bereich der August-Claas-Straße gemacht haben, unter der Rufnummer 05241 869-0 melden, um die Ermittlungen zur Brandursache zu unterstützen. Auch Hinweisgeber, die zunächst unsicher sind, ob ihre Beobachtung relevant ist, sollten sich im Zweifel bei der Polizei melden – oft ergeben erst mehrere kleine Beobachtungen zusammen ein vollständiges Bild des Geschehens.

Quelle: Polizei Gütersloh, Pressemitteilung vom 27. Juli 2026 (Original-Pressemitteilung auf presseportal.de). Weitere aktuelle Polizeimeldungen aus der Region finden Sie in unserer Übersicht.

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